KLETTERMAX

Lehrgangsbericht eines Kletterschülers:
Über Erfahrungen und Sensationen beim Bergsteigen.

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Projekt MONJA la MONTSERRAT

projekt la monja

Im September 2009 scheiterte der 1. Versuch diese treue Dame zu besteigen.
An diesem Tag ging ich vor und verpasste den 2. Standplatz um einige Meter. Ich kam zu weit links vom Weg ab. Mir ging des Seil aus. Über den bewachsenen Kanal musste ich einen III°. Grad zurück klettern. Dort machte ich das Seil an einem kleinen Baum (Savina), wie sie typisch für "Montserrat" sind fest und liess den Kollegen nachsteigen. Das Seil verlockte sich jedoch und der Kollege wurde nervös. Er fing an zu fluchen und wir brachen das Unternehmen ab. Getrost können wir hier von einer kritischen Situation sprechen. Mehr will ich dazu nicht sagen.

Am 21. November 2009 kamen wir zu dritt zurück um die Nonne ein für alle mal glücklich zu machen. Zunächst sei gesagt, dass besagter Kollege die Kletterschuhe gar nicht erst anzog, weil er sie zuvor irgend wo im Wald liegen liess. Den Einstig, den einzigen V° machte Gerard, der den Standplatz, dank guter Instruktion auch direkt fand. Beim ersten mal ging bis hier ja auch alles glatt. Ich stieg nach. Dann kam der Abschnitt indem ich mich im September verzettelt hatte. Doch diesmal kam ich auf den Punkt genau raus. Ich liess Gerard nachsteigen. Das Seil blieb glatt. Er machte dann die dritte Länge, bis an den Hals der Dame.
Jetzt hat man zwei Möglichkeiten bis ganz nach oben zu kommen. Die erste Möglichkeit kam für uns nicht in Betracht wir hatten nicht die Mittel (A1) um den direkten Weg zu gehen. Uns fehlte die Leiter. So blieb mir nur die zwei Möglichkeit. So ging ich über die rechte Schulter bis zum Buckel der "Monja". Von hier aus klettert man über das Ohr die "Via Normal". Gerard ging voraus. Ich ging nach. Alles war perfekt.
Ich hab leider kein Foto von der Eisenfabrik die uns zum Rappeln diente. Das muss man gesehen haben. Es sieht da oben aus wie auf einem Schrottplatz für Metalle. Das ganze funktioniert aber noch ganz gut. Irgend wer sollte mal ein wenig in die Tasche greifen und das Teil erneuern.
Zum Schluss will ich noch erwähnt haben dass sich das Seil an einem der zwei Bäume verhakte. (Standplatz auf dem Buckel der "Monja") Wir brauchten einen zweiten Anlauf um über die "Via Normal" abzuseilen. Ob ein 60 Meter Seil reicht um von oben zu rappeln, bleibt unerprobt. Im dunkeln traten wir den Heimweg an.


"La Monja" Via Goma2
foto
resenya
resenya
resenya

Material:
  1. Für meinen Geschmack währe es besser gewesen die Flanke über die Schulter mit einem Friend Nr.1 oder Nr.2 zwischen zu sichern.
  2. In Montserrat findet man wenige Rappel unter 30 Meter. In diesem Fall reicht jedoch ein 60 Meter Einfachseil. Besser ist es mit zwei 50 Meterr (min.) Halbseilen zu klettern.
  3. Nicht mehr als 10 Express für die Längen
  4. Zwei Standpätze mit 120 cm Schlinge
  5. En paar Schlingen extra

Can jorba MONTSERRAT süd

MONTSERRAT
CAN JORBA
MIt PEP nach Can Jorba

TIC,TAC,TOE ist ein Spiel für zwei bei dem, ein Spieler Kreuze und der Andere Kreise macht. Gewinner ist der Spieler, der auf einem Feld von neun Kästchen, zuerst drei in einer Reihe (vertikal horizontal oder diagonal) angeordnet hat.


Für einen Tag ging ich mit Pep dem Sportkletterkönig nach "Can Jorba" in Montserrat. Wir nahmen dem Bus in "Barcelona" der in Richtung "El Bruc" fährt und stiegen In "El Bruc Residencial" aus. Pep hatte sich zuvor ein Buch gekauft in dem die ganze Südflanke dokumentiert ist. Er war auch schon mal dort. Und so fanden wir gleich die Zone in der wir am 19.10.2010 klettern waren. Pep ist ein angenehmer und ruhige Knochen. Er macht was er sagt und nimmt den Mund nie zu voll. Ich hingegen machte viel Lärm um meiner Solo Kletterabsichten. Schnell verging mir das Prahlen. In den fünf Routen die wir gingen war nicht eine mit Schwierigkeitsgrad V dabei. Insgesamt 130 Meter, 6a/6a+/6b sollte ich an jenem Tag absolvieren. Dabei gingen wir eine Route über 35 Meter. Es war die letzte an diesem Tag. Das Problem war nur dass ich vorher nicht die ganze Route sah. Ich war schon ein wenig müde und hatte mich auf 20 Meter eingestellt. Den Einstig (6c+) bin ich dann galant umgangen. Ich nahm die einfachere Variante einer Route die Links liegt. Danach kommen ein paar Meter "normales" klettern. Und dann sieht man den Rest der Route. Der Rest entwickelt sich rasch zu einer Vertikalen. Ich hätte heulen können.
Am Tag danach soll man den Körper schonen und ihm geben was er bracht. Diesem Ratschlag will ich folgen und es ihm gleich tun.
bis denne eure Bergziege.