KLETTERMAX

Lehrgangsbericht eines Kletterschülers:
Über Erfahrungen und Sensationen beim Bergsteigen.

Montag, 30. November 2009

MATERIALSCHLACHT
KLETTERAUSRÜSTUNG

Klemmkeil aus Aluminium mit Drahtschlinge
Expressschlinge




Die Standplatzsicherung
Klemmkeile aus dem Hobbykeller.
Bei dem Teil aus Holz bin ich mir nicht sicher ob es überhaupt benutzt werden sollte.
Die Knoten sind auch nicht die die man verwenden sollte.
Die Trittleiter des Aluzeitalters:
Ganz wie aus Opas Zeiten sind diese aus Holz.
Ich habe sie sogleich mit ein wenig Geld ausgetauscht und benutze welche aus Aluminium.


Die Rundschlinge zum Selbstsichern
Das An- und Abseilgerät für Doppelseilgänge
Dieses possierliche Tierchen habe ich in meinem Zoo eingesperrt.
Es blieb irgendwie nie richtig stecken.
Die modifizierte Acht zum sichern und abseilen.
Heavy Metall:
Dieses billige aber schwere Material tut seinen Dienst wenn eine Kletterparty mal abgebrochen werden muss.
Es ist auch schon mal vorgekommen das der Ring zum Rappeln fehlte.

Ich habe hier mal eine Affenfaust gebaut.
Zum einklemmen taugt sie. Der Knoten lädt zum Absturz eine Etage tiefer ein.
Falscher Knoten.

Dienstag, 24. November 2009

CALELLA
Die Betonbrücke am Strand




Der Kinderspielplatz der besonderen Leidenschaft. Was hier installiert ist sucht seines gleichen. Ein Brücken-Tunnel für Auto und Bahn wurde hier mit Routen ausgestattet. Eine Menge an Griffen wurden hier verschraubt. Ich bin eigentlich kein Freund dieser Griffe. Sie fühlen sich sonderbar an. Sie runden sich ab und werden irgend wie glitschig, was passiert wenn viele Leute daran rumfingern. Das hier direkt am Strand ist aber ein Knaller. Und gar nicht so weit weg von Zuhause. Ich kann euch nur einladen ein paar Tage zu mir zu kommen.
Beim ersten mal wurden wir vom Regen überrascht und hatten auch sonst nicht viel Zeit uns das Ganze genauer unter die Lupe zu nehmen. Beim zweiten mal hat es aber gefunkt und ich bin gleich drei der Routen hier rauf. in einigen Passagen muss man sich, auch wenn man gross ist weit Strecken. Über dem Tunnel sind die 7er platziert die nur noch Löcher im Beton aufweisen. Ich will eigentlich in die Berge. Bin daher eher vom Alpinismus angetan, muss aber zugeben dass Sport-klettern auch Spass macht. Zum üben wenn man nicht direkt am Berg wohnt ist das genau das was der Kletterer braucht.

Ende des Jahres 2009, schlechtes Wetter, wir gingen aber noch mehre male klettern. Wir sind jetzt zu dritt. Ich sehe mich im Spiegel und muss erschreckend feststellen das ich Muskeln bekommen habe. Ich glaubte meine 6a-Hürde genommen zu haben. Nach einem 4 Tage Marathon in Calella, Canet, Panades und wieder Calella glaubte ich das mich diese verflixten 6a´s nicht mehr schrecken können. Das war ein Irrtum. Ganz einfach weil in den Felsen nichts ist wie es aussieht. Ohne aufgewärmt gewesen zu sein versuchte ich einen Einstieg mit leichtem Überhang. Mir fielen nach ein paar Minuten die Arme ab. Eine halbe Stunde später jedoch nahm ich diese Wand und war glücklich.

Calella: Betonbrücke
am Leuchtturm (links)
Mitte 2010 dann war es so weit. 6a ist vor mir nicht mehr sicher. Ich bin aber auch 6b u. 6c geklettert. Im Prinzip ist man dann Bergsteiger.  Das mit den Graden sollte man allerdings kritisch betrachten, denn im Fels ist nichts wie es scheint. Und Die Natur ist im allgemeinen etwas schwieriger zu beherrschen Eine Gute Technik ist wichtig. Ein paar Muskeln auch. Und wie bei allem kann die Routine Sicherheit geben. Übung macht den Meister.
Und so kam es dass ich kürzlich einen Sturz hinnehmen musste. Ich hatte es fast im Gefühl. Schon beim aufwärmen in einer der leichteren Routen hatte ich so ein komisches kribbeln. Normalerweise vermeide ich die Abstürze. Obwohl man das Abstürzen in sein Programm mit aufnehmen soll. Und so geschah es dann im Abschnitt nach dem viertem und genau vor dem fünftem Sicherungshaken flog ich ab. Man muss sich hier weit strecken und so rutschte mir der linke Fuss weg. (uff)

Dienstag, 17. November 2009

CABRERA DE MAR

CABRERA DE MAR
PARC DE LA SERRALADA LITORAL
Cabrera (Google Earth)
Tafel klettern in Cabrera
Fingerspitzengefühl

Eine Tafel von 4,5 Metern; Das ist es was wir hier üben.
Cabrera de Mar finden wir in der Nähe von Mataro, im "PARC DE LA SERRALADA LITORAL". Hier treffen sich viele Leute. Es ist ein beliebter Spielplatz für alle. Die Zone ist vergleichsweise klein. Die Routen sind kurze und eine neben der anderen. Ein paar Landsleute tranken kletternd ihr Bier. Ich rate davon ab. Am Samstag sind wir 4 kurze Routen geklettert. Das sind 60 Meter. Ich war ganz sschön kaputt. Wenn ich bedenke das ich im Sommer eine 200 Meter-route in Montserrat klettern will, ist das nichts. Mir fehlt noch was an Ausdauer. Am Sonntag bin ich nicht ganz so kaputt nach hause gefahren. Vor dieser Rampe auf dem Bild oben musste ich allerdings kapitulieren. Ich habe dann eine Leiter benutzt.

Montag, 9. November 2009

ORRIUS
CÈLLECS

Orrius (Google Earth)
Ein steiler Winkel und wenige Griffpunkte für Hände und Füße; das ist es was ein 6+ zu bieten hat. Hier wird der Kletterer wirklich gefordert. Was man hier braucht ist Gleichgewicht und einen guten Stand um weiter zu kommen. Tatsächlich beginnt hier die Sache interessant zu werden. Um in den Bergen nicht vor den höheren Graden kapitulieren zu müssen, sollte man seine Übungen gemacht haben. In Jedem Dorf gibt es eine Wand, die wenn auch nicht sehr attraktiv, denn noch nützlich sein kann um dort Übungen zu machen.



Was für die Finger reicht muss auch für die Füße reichen.
Die Hände brauchen wir um den Körper in der Wand im Gleichgewicht zu halten. Die kraft die wir brauchen um zu steigen holen wir aus den Beinen. Mit den Füßen suchen wir für diesen Hebel den besten Halt. Das ist umso schwieriger ja weniger Auflagefläche vorhanden ist.






Sonntag, 8. November 2009

GARRAF
Sitges




Raúl
Vom Bahnhof kommend ist es nicht weit bis in den Berg. Er fängt gleich oberhalb des kleinen Hafens an und ist genau das Richtige um ein bisschen zu üben (4c-5a). Der Ausblick über den Hafen, dem Dorf und dem Meer lohnt sich. An einem Herbstnachmittag ist alles geschafft. Ein kleiner, großer Tipp von mir: "Nimm immer deine Wanderschuhe mit nach oben." Da wir keine Sportkletterer sind kommt es bei dem was wir machen nicht so sehr auf Gewicht sparen an. Wie im Fall von Garraf: Wir nahmen die kurze Route am Eingang des Bahntunnels und liefen wandernd den Rest bis zum höchsten Punkt des Berges. Barfuß geht das bis zu einem gewissen Punkt. Sicherer jedoch sind die Stiefel. mit denen man einen ausreichenden Schutz für die Knöchel hat. Sicher gibt es Kletterer die alles Barfuß machen.


Es gibt hier noch mehr zu erkunden.



Mittwoch, 4. November 2009

EL CHORRO
MALAGA
Der Stausee "el Chorro" (google Earth)
EL CHORRO Dez.2008

José lud mich ein mit ihm und seinem Bruder im "CHORRO" zu klettern. Nach der Kletterzwangspause auf "Ibiza" war ich hin und weg wieder klettern zu können.
Im Dezember 2008, fuhr also nach "Malaga" um meine Weinachten in dort zu verbringen. Diese Felsen so schön und warm, von der Sonne erwärmt. Auch im Dezember kann man mit t-shirt klettern.
Die Sonnenseite bietet eine Menge an Möglichkeiten sich aus zu toben. Das Gebiet ist riesig. Um die 2000 Routen seien dort zu finden. Was im inneren, im eigentlichen Stausee los ist muss man selbst gesehen haben. Vor ca. 100 Jahren wurde der Stausee errichtet. Dem Bau dienliche Materialwege wurden nicht zurückgebaut. So einige Meter sind allerdings verfallen. Das Abenteuergefühl wird so aber nur gesteigert. Auf dem Rückweg kamen wir an eine Stelle wo de Steg einfach nicht mehr vorhanden war, und so mussten wir abseilen. Wir brauchten das ganze Seil. Unter mir lang nichts und vor mit die senkrechte Wand. Das war das längste was ich abgeseilt bin. Wenn ich mich heute so erinnere möchte ich sofort wieder hin. Danke josé.

Dienstag, 3. November 2009

IBIZA
Es Vedra, Atlantis

Atlantis IBIZA (Google Earth)

Meine ersten Klettererfahrungen machte ich auf IBIZA. Nach einer kurzen Einweisung gingen José und ich nach "Atlantis". Hier kam ich auf den Geschmack und wurde geradezu süchtig. Immer wieder gingen wir los und suchten Sektoren wo man klettern kann. Auf "Ibiza" gibt es so einige Routen und mittlerweile auch ein Buch. In den 3 Jahren die wir zusammen klettern konnten haben wir längst nicht alle Sektoren gesehen. Zudem kletterten wir sehr unregelmässig. Ich kletterte IV°-V° "on sight". José verliess die Insel und so verlor ich meinen Kletterpartner. Ich musste die Insel dann auch verlassen. So kam dann alles wie es kommen musste. Denn auf dem Festland ist es geiler zu klettern. Da ist MONTSERRAT.


Montag, 2. November 2009

ÜBER MICH


Ich in Gelida
Ich komme aus Dortmund in Deutschland und wusste noch nicht dass ich einmal von der Klettersucht befallen würde. Meine Kinderjahre verliefen irgendwie anders. Mit fast 40 Jahren lernte ich auf "Ibiza" meinen Freund José aus Malaga kennen. In der dortigen Altstadt ("Dalt Vila") und den dort typischen Häusern aus Naturstein, lernte ich mich in einer vertikalen Wand zu halten und zu bewegen, bis mich José auf eine Tour nach "Atlantismit nahm. In den folgenden Jahren kletterten wir ein wenig durch Ibiza. Ich nahm meine ersten 6a´s (franz. Skala) und dabei blieb es eine Weile. In Wirklichkeit aber blieb ich bei 5+ hängen und kam nicht weiter. Aus verschiedenen Gründen musste ich eine Zwangspause akzeptieren. Wir hatten nicht mehr die Möglichkeit zusammen zu klettern und ich kannte sonst niemanden. Das Solo-klettern kam mir noch nicht in den Sinn. 
Ich ging 2009 dann nach "Mataró" in "Barcelona" wo ich heute lebe. Seit August 2009 klettere ich wieder. Schnell habe ich meine Grundausrüstung kompletiert (Schuhe, Gurt, Standplatzschlaufe, Selbstsicherung, Kalksack, Stirnlampe (Nachts ist es dunkel), Absicherungsgerät und die Karabiner kaufte ich mir. Es fehlte noch unbedingt der Helm. Denn was jetzt noch kommt ist weit lustiger als 15 meter-sport-routen zu klettern. "Montserrat" ist angesagt. Das katalanische Bergmassiv in dem man auf den Geschmack des klassischen klettern´s kommt.


Mein Blog will ich als Lehrgangsbericht eines Anfängers verstanden wissen. Und einiges wird dem Profi komisch erscheinen da ich die deutschen, technischen Bezeichnungen der Klettersprache nicht erlerne. Da ich in Spanien bin klettere ich logischer Weise auf spanisch.


Denn noch viel spass beim lesen und Hals- und Beinbruch.
Eure Kletterziege KLETTERMAX.


P.S. Den Leuten die die Übersetzungsmaschine benutzen muss ich mein bedauern aussprechen, denn diese Programme übersetzen so wie sie es verstehen. Und können so ein Lachen oder auch ein Weinen beim Leser anderer Muttersprachen provozieren.